Medicment - Arachne1.4.1

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Im Verlauf des Krankheitsbildes Diabetes mellitus muss der Patient (Typ II Diabetiker) verschiedene Therapiestufen durchlaufen. Zunächst wird versucht über die Änderung der Eßgewohnheiten den Insulinbedarf durch verringerte Aufnahme von Zucker zu senken und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren. Im zweiten Stadium werden zusätzlich Tabletten eingenommen, um die Ausschüttung des Insulins zu erhöhen.

Schließlich aber kommt der Moment, in dem man das Insulin als einzige Alternative akzeptieren muss - die erste Insulinspritze. Für jeden Patienten muss nun die optimale Insulintherapie gefunden werden.

Welche Therapie unter der Betreuung durch den Diabetologen oder Hausarzt und der Ernährungsberatung für jeden sinnvoll und im täglichen Leben umsetzbar ist, muss individuell ermittelt werden. Ausschlaggebend hierfür sind die BZ Werte, der Insulinbedarf, die Lebensweise und nicht zuletzt das eigene Engagement des Patienten.

Das Grundkonzept des Diabetischen Bereiches von Medicment ist die Unterstützung des Dialogs zwischen Ihnen, dem Patienten, und Ihrem betreuenden Hausarzt.

Bitte denken Sie daran: Ändern Sie die Einstellungen der Basiswerte zum Insulinkalkulator immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt! Dazu genügt auch eine telefonische Konsultation, sie beide können ja - dank Medicment - gleichzeitig die Daten und die Auswertungsgrafiken betrachten und diskutieren. Besonders unerfahrene Diabetiker sollten niemals neue Einstellungen ohne Absprache mit Ihrem Arzt vornehmen! Das wäre ebenso riskant, wie ein Flug ohne Fluglotsen.

Medicment unterstützt alle Therapieformen.

Die intensivierte Insulintherapie ist jeder anderen Therapieform überlegen. Das besagt der aktuelle wissenschaftliche Stand der Diabetologie. Je früher auf diese Therapieform gewechselt wird, desto eher steigt die Lebensqualität für den Diabetiker. Folgeschäden werden verzögert oder gar vermieden.

Die Intensivierte Insulintherapie basiert auf der getrennten Gabe von zwei verschiedenen Insulinsorten. Die erste, das Langzeitinsulin, wirkt ca. 12 - 24 Stunden und wird täglich normalerweise am Abend genommen (Ausnahme z.B. bei Nachtschichtarbeit). Zu den Mahlzeiten wird dann ergänzend ein schnellwirksames Insulin verabreicht und zwar eine dem aktuellen Blutzucker und den zu verzehrenden Broteinheiten angepasste Menge.

Die Berechnung des notwendigen schnellwirksamen Insulins wird dadurch erschwert, dass davon tageszeitabhängig unterschiedliche Mengen je Broteinheit (BE) benötigt werden. Stress, Veränderung in der körperlichen Belastung gegenüber dem Normalzustand oder Erkrankungen, wie z.B. eine Erkältung, können zudem die Reaktion auf Insulin verändern.

Ein verbreitetes Problem ist das möglichst genaue Schätzen der Broteinheiten, die gegessen werden sollen. Diese Sicherheit wächst jedoch mit der täglichen Routine.

Medicment hilft Ihnen, die Einfluss nehmenden Parameter zu verstehen.

Nehmen Sie bitte die folgenden Kurven und betrachten Sie gleichzeitig:
· Tatsächlich genommenes Insulin
· Gegessene Broteinheiten
· Von Medicment empfohlene Menge
· Blutzuckerwert.

Sehr schnell wird an diesem Beispiel offensichtlich, dass z.B. das wöchentliche Highlight - das Frühstücksgelage am Sonntag gegen 10.00 Uhr - eben doch nicht nur 4 BE hatte, wie ursprünglich angenommen.

Genau hier wird eine der vielen entscheidenden Verbesserungen Ihrer Lebensqualität deutlich wenn Sie Medicment nutzen: Nicht mehr exakt portionierte Mengen zu genau denselben Tageszeiten zu sich nehmen zu müssen, sondern dann zu essen wenn man Hunger hat.

Medicment ermöglicht Ihnen die Rückkehr zu einem nahezu normalen Lebensrhythmus.