Unterstützte Therapien
Unterstützte Therapien
Im Verlauf des Krankheitsbildes Diabetes mellitus muss der Patient (Typ II Diabetiker)
verschiedene Therapiestufen durchlaufen. Zunächst wird versucht über die Änderung
der Eßgewohnheiten den Insulinbedarf durch verringerte Aufnahme von Zucker zu
senken und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren. Im zweiten Stadium werden
zusätzlich Tabletten eingenommen, um die Ausschüttung des Insulins zu erhöhen.
Schließlich aber kommt der Moment, in dem man das Insulin als einzige Alternative
akzeptieren muss - die erste Insulinspritze. Für jeden Patienten muss nun
die optimale Insulintherapie gefunden werden.
Welche Therapie unter der Betreuung durch den Diabetologen oder Hausarzt und der
Ernährungsberatung für jeden sinnvoll und im täglichen Leben umsetzbar ist, muss
individuell ermittelt werden. Ausschlaggebend hierfür sind die BZ Werte, der
Insulinbedarf, die Lebensweise und nicht zuletzt das eigene Engagement des Patienten.
Das Grundkonzept des Diabetischen Bereiches von Medicment ist die
Unterstützung des Dialogs zwischen Ihnen, dem Patienten, und Ihrem betreuenden
Hausarzt.
Bitte denken Sie daran: Ändern Sie die Einstellungen der Basiswerte zum
Insulinkalkulator immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt! Dazu genügt auch
eine telefonische Konsultation, sie beide können ja - dank Medicment - gleichzeitig die
Daten und die Auswertungsgrafiken betrachten und diskutieren. Besonders
unerfahrene Diabetiker sollten niemals neue Einstellungen ohne Absprache mit Ihrem
Arzt vornehmen! Das wäre ebenso riskant, wie ein Flug ohne Fluglotsen.
Medicment unterstützt alle Therapieformen.
Die intensivierte Insulintherapie ist jeder anderen Therapieform überlegen. Das besagt
der aktuelle wissenschaftliche Stand der Diabetologie. Je früher auf diese Therapieform
gewechselt wird, desto eher steigt die Lebensqualität für den Diabetiker. Folgeschäden
werden verzögert oder gar vermieden.
Die Intensivierte Insulintherapie basiert auf der getrennten Gabe von zwei
verschiedenen Insulinsorten. Die erste, das Langzeitinsulin, wirkt ca. 12 - 24 Stunden
und wird täglich normalerweise am Abend genommen (Ausnahme z.B. bei
Nachtschichtarbeit). Zu den Mahlzeiten wird dann ergänzend ein schnellwirksames
Insulin verabreicht und zwar eine dem aktuellen Blutzucker und den zu verzehrenden
Broteinheiten angepasste Menge.
Die Berechnung des notwendigen schnellwirksamen Insulins wird dadurch erschwert,
dass davon tageszeitabhängig unterschiedliche Mengen je Broteinheit (BE) benötigt
werden. Stress, Veränderung in der körperlichen Belastung gegenüber dem
Normalzustand oder Erkrankungen, wie z.B. eine Erkältung, können zudem die
Reaktion auf Insulin verändern.
Ein verbreitetes Problem ist das möglichst genaue Schätzen der Broteinheiten, die
gegessen werden sollen. Diese Sicherheit wächst jedoch mit der täglichen Routine.
Medicment hilft Ihnen, die Einfluss nehmenden Parameter zu verstehen.
Nehmen Sie bitte die folgenden Kurven und betrachten Sie gleichzeitig:
· Tatsächlich genommenes Insulin
· Gegessene Broteinheiten
· Von Medicment empfohlene Menge
· Blutzuckerwert.
Sehr schnell wird an diesem Beispiel offensichtlich, dass z.B. das wöchentliche Highlight
- das Frühstücksgelage am Sonntag gegen 10.00 Uhr - eben doch nicht nur 4 BE hatte,
wie ursprünglich angenommen.
Genau hier wird eine der vielen entscheidenden Verbesserungen Ihrer Lebensqualität
deutlich wenn Sie Medicment nutzen: Nicht mehr exakt portionierte Mengen
zu genau denselben Tageszeiten zu sich nehmen zu müssen,
sondern dann zu essen wenn man Hunger hat.
Medicment ermöglicht Ihnen die Rückkehr zu einem nahezu normalen Lebensrhythmus.